Nah dran –
Peter Traa persönlich

Wer will ich sein in diesem Leben, was ist meine Berufung? Es gibt Menschen, denen fällt die Antwort darauf praktisch in den Schoß, und das schon früh. Andere finden sie erst später, wenn nach Jahrzehnten im Beruf plötzlich die Sehnsucht nach einer bedeutsamen Tätigkeit erwacht.

Mir half dabei der »Zufall«.

Letzter Schultag in der Grundschule. Ich war zehn Jahre alt und voller Vorfreude auf die großen Ferien. Geplant waren zwei herrliche Urlaubswochen in Wien, mit meinen Eltern und meinen jüngeren Geschwistern. Doch genau an diesem Tag verstrickten sich meine Eltern in einen entsetzlichen Streit, der bald zu eskalieren drohte. Verzweifelt ging ich dazwischen, erst zehn Jahre alt und doch mit der Vernunft des Ältesten ausgestattet; ich rief »Hört auf, hört auf!« und versuchte, meine Eltern auseinanderzuziehen. Vergeblich. Wenige Minuten später fand unser gewohntes Familienleben jäh sein Ende – statt zu fünft in die Sommerferien aufzubrechen, flüchteten wir zu viert ein Stockwerk tiefer zu befreundeten Nachbarn. Zurück blieb mein Vater; der familiäre Faden riss für viele Jahre.

Immer wieder der Neustart

Ein lebensprägendes Erlebnis. Erst viele Jahre später verstand ich, was an diesem Tag wirklich passiert war, aber da hatte ich längst gelernt, mich anzupassen, nicht zu widersprechen, einfach auszuhalten. Drei Schulwechsel galt es nun durchzustehen als Folge der schwierigen Trennung. Immer wieder der Neustart, immer wieder eine neue Klasse, immer wieder das Überlebensprogramm »Clown sein« abrufen, um mich in der Klasse zugehörig zu fühlen. Bald zog ich es vor, in der letzten Reihe zu sitzen, da findet man die unkonzentrierten Quatschmacher ja meistens. Lernen, das wurde für mich zunehmend zu einer mühseligen Sache. Und irgendwann verlor ich den Anschluss.

Die Mittlere Reife mit Ach und Krach geschafft: Damit war die Chance auf meinen Wunsch-Ausbildungsplatz als Bankkaufmann vertan. Aus meinem Minderwertigkeitsgefühl heraus entschied ich mich für die Höhere Handelsschule, das war etwas Solides, und landete im Anschluss als kaufmännischer Angestellter in einer Industrievertretung für Heizungsbedarf. Später verpflichtete ich mich als Zeitsoldat bei der Bundeswehr. Eines Nachts während einer Truppen-Übung fand ich mich weinend im Schlafsack wieder: Ich schien weit und breit der einzige ohne richtigen Ausbildungsberuf zu sein.

»Er kann gut mit Menschen«

Nach zwei Jahren war meine Zeit als Soldat um. Und nun? Was wollte ich, wohin sollte es gehen in meinem Leben? Ich wusste es nicht.

»Er ist kreativ und kann gut mit Menschen«, bescheinigte das Ergebnis des Stärkentests vom Arbeitsamt, woraufhin der Berater mir eine Assistentenstelle in einer kleinen Ludwigsburger Werbeagentur zuschanzte. Nun folgte Station auf Station: erst als Werbefachwirt bei der Volksbank Waiblingen, dann als Konzeptioner und Kundenberater in einer Werbeagentur in Besigheim, schließlich der Sprung in die Selbständigkeit als Werbe- und Marketingberater.

Und ich wurde Vater. Ich lernte viel über mich in dieser Zeit. Vor allem lernte ich, meine Lebensgeschichte zu verstehen. Dass sie nicht gegen mich war, sondern für mich: eine wegbereitende Erkenntnis! Doch wohin es gehen sollte, wusste ich immer noch nicht.

Letztlich war es ein Zufall, der mir die richtige Richtung wies. Aus dem Gefühl heraus, sprachlich nicht versiert genug zu sein, landete ich in einem Rhetoriktraining. Dort beobachtete ich fasziniert und begeistert, wie eine Gruppe von Menschen sich zu entwickeln vermag, wenn der Seminarleiter es richtig anstellt. Und nun wusste ich es: Menschen in ihrer Persönlichkeit stärken, vielleicht sogar Seminare dazu geben, das will ich auch! Ich war mit 23 Jahren nur noch zu jung.

Startschuss in ein neues Leben

Der Schalter hatte sich umgelegt, ich ahnte nun endlich mein Ziel. So jung wie ich war, so viel Geld lieh ich mir zusammen, um die damals stolze Summe von 20.000 Mark in eine wirklich gute, tiefgründige Trainerausbildung investieren zu können. Aus dem introvertierten Jungen mit dem Lerntrauma wurde ein begeisterter, inspirierter Lerner.

War es Zufall, dass mich ein Trainerkollege bei der Zwischenprüfung fragte, ob ich mir vorstellen könne, bei ihm als Juniortrainer für Führungstrainings mit einzusteigen? Glück ist laut Seneca das, was passiert, wenn Vorbereitung auf Gelegenheit trifft. So fiel mit meiner Zwischenprüfung der Startschuss in mein neues Leben als Trainer, Coach und Mentor. Und plötzlich fügte sich alles. Ich hatte meine Berufung nicht nur gefunden, sondern durfte sie auch leben: Menschen stärken, sie ermutigen, ihnen bei der Frage »Wo stehe ich gegenwärtig, wo komme ich her, wo will ich hin?« helfen.

Viele weitere Ausbildungs- und Entwicklungsjahre schlossen sich an. Im Laufe der Zeit entwickelte sich das Thema »Emotionale Intelligenz« zu meinem persönlichen Schlüssel, mit dem ich nicht nur in die Businesswelt gehe, sondern auch in die privaten Welten.

Genießen, was das Leben bereichert

Ich arbeite tatsächlich gern und viel – aber nicht immer. In der Freizeit findet man mich häufig draußen in der Natur, unter Menschen oder einfach für mich auf einer Parkbank, mit allen Sinnen die Ruhe genießend. Mindestens einmal in der Woche gilt es, mit der Walking-Gruppe 10.000 Schritte zu schaffen, auch das lädt meinen Akku auf.

Oder ich stehe in der Küche: Als ausgesprochener Genussmensch liebe ich es, mit meiner Frau Heidi zu kochen. Gutes Essen, guter Wein, gute Gespräche, gemeinsames Lachen – es gibt für mich nichts Schöneres, als in vertrauter Runde um einen Tisch zu sitzen und alles zu zelebrieren, was das Leben bereichert. Die kleinen, unspektakulären Glücksmomente spüren, das ist das gute Leben.

Seit 40 Jahren bin ich glücklich verheiratet, durch alle Stürme und über einige Klippen hinweg. Wir haben zwei erwachsene Kinder und unsere kleine Enkelin Mathilda, mit der ich liebend gern spiele und herumtobe. Und ich liebe Musik! Immerhin hatte ich 23 Jahre lang eine vier-Mann-Band. Bandleader zu sein hatte noch einen wunderbaren Nebeneffekt: Endlich gelang es mir, meine enorme Angst vor der Bühne zu verlieren und mich dort wohlzufühlen.  

Und noch immer stehe ich morgens auf, um Menschen zu ermutigen, inspirieren und zu stärken. Vor allem jetzt, in der zweiten Hälfte meines Lebens, darf ich auf ein erfolgreiches und erfülltes Leben blicken, dankbar sein und mich daran freuen. An mich selbst und andere Menschen glauben, und leben, lieben, lernen können – welch ein Glück!

Ermutigende Grüße
Dein Peter Traa

Emotionen und Fakten

Das Wichtigste über mich und meine Arbeit.

  • Führung ist keine Fassade. Und Mitarbeiter sind keine Schachfiguren. Wir sind alle Menschen. Egal ob im Team, beim Lösen von Problemen und Konflikten, der Mitarbeiterbeurteilung oder bei Verhandlungen mit Geschäftspartnern – immer geht es darum, dass wir ein Gespür für Menschen entwickeln.

  • Seit über 30 Jahren arbeite ich mit Unternehmen verschiedenster Branchen, Führungsverantwortlichen, Mitarbeitern, Teams und Familien in vertrauensvoller Beziehung zusammen.

  • Ich liebe meinen Beruf.

  • Seit vielen Jahren Kooperationspartner von  
    www.corporate-happiness.de in München

Meine persönlichen Werte

1. Ermutigung

Menschen stärken – am liebsten emotional intelligent. 

2. Vertrauen

Nachhaltig positive Beziehungen gestalten.

3. Erfolg und Erfüllung.

Proaktiv und kreativ erfolgreich sein – mit und für Menschen.

4. Wertschätzung

Menschen in ihrem Wert erkennen und sie das auch spüren lassen.

5. Lebensfreude

»Ganz einfach«: Leben. Lieben. Lachen. Lernen.

Ihr vertrauensvoller Weg zu mir

Schreiben Sie mir unter persoenlich@peter-traa.de.
Ich melde mich kurzfristig bei Ihnen.